Jugendliche durchlaufen starke innere Veränderungen:
• Hormonschwankungen,
• intensivere Emotionen,
• der präfrontale Kortex reift noch,
• Stress wird stärker erlebt.
Mit Schlafmangel und schulischer Belastung tritt DPDR leichter auf.
Typische Beschreibungen:
• „Ich fühle mich nicht wie ich selbst“,
• „alles wirkt traumartig“,
• „ich fühle mich leer“,
• „die Welt wirkt ausgeschaltet“.
Diese Reaktionen sind umkehrbar und kein Verlust der Realität.
Wichtig für Eltern:
• ruhig bleiben und die Angst des Jugendlichen nicht verstärken,
• Schlaf, Ernährung und Pausen stabilisieren,
• körperliche Orientierung geben — Spaziergänge, Bewegung, Alltag,
• nicht „du bist okay“ sagen, sondern „ich bin da“,
• bei Verdacht auf Depression oder Suizidgedanken Hilfe aufsuchen.
Bei Kindern wird DPDR selten diagnostiziert,
aber vorübergehende Gefühle wie „ich bin nicht ich“ können auftreten bei:
• starkem Stress,
• Schlafmangel,
• Angst,
• schulischer Überlastung.
Diese Zustände gehen meist schnell vorbei.
DPDR kann deutlicher werden:
• vor der Periode (PMS),
• bei hormonellen Veränderungen,
• bei erhöhter Angst,
• bei Müdigkeit und Stress.
Diese Sensibilität ist vorübergehend.
Bei Männern tritt DPDR häufig auf:
• bei langfristigem innerem Stress,
• bei Schwierigkeiten, Emotionen auszudrücken,
• bei Überarbeitung,
• bei angestauter Anspannung.
Die Symptome sind gleich, die Auslöser jedoch oft Erschöpfung und Druck.
Bei ADHS und Autismus:
• das Gehirn ermüdet schneller durch Reize,
• Aufmerksamkeit springt leichter,
• sensorische Signale können überwältigend wirken.
DPDR kann als Reaktion auf Überlastung oder Angst auftreten.
Nach emotionalem oder körperlichem Trauma:
• dämpft das Gehirn Empfindungen,
• Emotionen wirken gedämpft,
• Wahrnehmung wird flacher.
Dies ist ein Schutzmechanismus, kein Schaden.
Cannabis kann verursachen:
• erhöhte Angst,
• veränderte Wahrnehmung,
• verstärkte Selbstbeobachtung.
DPDR kann auch nach Abklingen der Wirkung anhalten.
Alkohol wirkt indirekter, meist über Schlafstörungen.
Chronische Angst:
• überlastet das Nervensystem,
• verstärkt Selbstbeobachtung,
• ermüdet den Körper.
DPDR erscheint wie eine „Pause“, um mit der Anspannung umzugehen.
Hochsensible Menschen (HSP):
• ermüden schneller,
• haben intensivere Reaktionen auf Lärm, Licht, Gefühle,
• erleben Stress tiefer.
DPDR entsteht, wenn die Belastung zu lange anhält.
Nach Infektionen oder langanhaltender Müdigkeit können auftreten:
• schwächere Interozeption,
• Gefühl der Distanz,
• langsamere Wahrnehmung,
• gedämpfte Emotionen.
Dies ähnelt postviraler Erschöpfung und bessert sich meist mit der Genesung.