Die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) bleibt der am besten untersuchte psychotherapeutische Ansatz bei Depersonalisation/Derealisation. Studien zeigen: ihre Wirksamkeit hängt nicht von allgemeiner Unterstützung ab, sondern von spezifischen Techniken, die den Teufelskreis „Symptom → Interpretation → Angst → Symptomverstärkung“ durchbrechen.
| CBT-Element | Ziel | Erwarteter Effekt |
|---|---|---|
| Dekatastrophisierung | Kognitive Inertie der Interpretation („ich werde verrückt“) | Reduktion der Angst, weniger Fixierung auf Symptome |
| Reduktion von Sicherheitsverhalten | Vermeidung und ständige Überprüfung („ich schaffe es nur, wenn…“) | Korrigierende Erfahrungen, Wiederaufbau des Vertrauens in die Wahrnehmung |
| Exposition gegenüber inneren Empfindungen | Angst vor körperlichen und psychischen Phänomenen | Gewöhnung, Normalisierung von Empfindungen, Reduktion der Sensibilisierung |
| Reattribuierung von Symptomen | Fehlerhafte Erklärungen („das ist irreparabel“) | Reduzierung des Bedrohungsgefühls, Stärkung des Kontrollgefühls |
| Fokus auf das Äußere | Selbstbeobachtung, „Aufmerksamkeitsfalle nach innen“ | Stärkung des Kontakts zur Realität, Reduktion der Derealisation |
Fazit: Die Wirksamkeit der CBT bei DPDR wird durch offene und Pilotstudien sowie Gruppenprogramme bestätigt. Entscheidend ist nicht die Arbeit an „Symptomen“ selbst, sondern an den kognitiven und Verhaltenszyklen, die sie aufrechterhalten.