Die Erfahrung von DPDR wird selten als wertvoll empfunden, solange sie andauert.
Im Inneren — das Gefühl des Verlustes, Nebel, Abgetrenntheit, Angst. Manchmal scheint es, als würdest du nie wieder „zurückkehren“, als sei das gewohnte Leben in der Vergangenheit geblieben. In solchen Momenten ist die Aufmerksamkeit nur auf eines gerichtet: «Wie komme ich da raus?»
Doch mit der Zeit und im Durchleben dieses Zustands zeigt sich etwas anderes. DPDR zwingt die Aufmerksamkeit unfreiwillig dorthin, wohin wir im Alltagsgetriebe kaum je schauen. Nicht auf die gewohnten Ziele und Aufgaben, nicht auf die Ereignisströme, sondern auf das eigentliche Gewebe des Fühlens.
Diese Begegnung mit den Gefühlen kann ungewohnt, unbeholfen, manchmal schmerzhaft sein. Doch gerade sie entwickelt Schritt für Schritt ein reifes Selbstbewusstsein — eines, das sich nicht auf Gedanken über das eigene Ich reduziert, sondern aus direktem Erleben geboren wird.
Wir beginnen aufs Neue zu lernen, Schmerz, Freude, Verletzlichkeit zu durchleben. Wir entdecken, dass hinter allen Formen, hinter den äußeren Kulissen des Lebens, hinter den gewohnten Geschichten etwas Beständiges und Stillen hervortritt. Es ist kein «Erfolg» und kein «positives Denken» — es ist tiefe Dankbarkeit.
Sie entsteht nicht, weil jemand gesagt hat «du musst dankbar sein», sondern weil bereits etwas da ist. Und weil es etwas gibt, wofür man dankbar sein kann.
Aus dieser Dankbarkeit entspringt noch eine weitere wichtige Veränderung: die Annahme der Unvollkommenheit. Allmählich verschwindet die Hast, etwas nur aus Unmut, aus dem Wunsch nach Erhalt oder aus Angst vor Verlust verändern zu wollen.
Und in diesem freigewordenen Raum erscheint Stille und ein lebendiger Fluss — genau jener, der von selbst weiß, wie er sein soll.